Folgen des Klimawandels

Rosenernte in Gefahr?

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Rosenernte in Gefahr

Noch haben wir in unseren Breitengraden tiefen Winter. Zwar nicht die Art von Winter, welchen wir noch aus Kinderbüchern und unserer Erinnerung kennen, aber es ist zumindest kälter als im Sommer. Und nässer. Auch wenn es also nicht so aussieht: Bereits in wenigen Wochen entscheidet sich bereits, welche Richtung die Entwicklung der diesjährigen Agrarernte geht. Und auch, ob die Rosen wieder einmal in voller Pracht erblühen oder ob die Rosenernte in Gefahr ist.

Klimawandel bereits voll im Gange

Wir sind ja alle Meister (sagt man auch Meisterin?) im Verdrängen. Dass der Klimawandel kein Szenario in der fernen Zukunft, sondern bereits heute Realität ist, wollen die meisten Menschen einfach nicht wahrhaben.

Aber er hat schon bereits heute massive Konsequenzen auf die Produktion von Agrargütern. So hat der Dürresommer vom vergangenen Jahr zu massiven Ernteausfällen im Osten der Republik geführt und auch in anderen Bereichen sind Rückgänge zu verzeichnen.

Wie aber sieht es mit den Rosen aus? Ist die Rosenernte in Gefahr oder können wir auch weiterhin die süßen Leckereien genießen, welche unsere Rosenköche und Rosenköchinnen bisher zuverlässig lieferten?

Nun, das kommt ganz auf den Standort an.

Bergler-Fischer und der Sommer

So musste etwa die Familie Bergler-Fischer in der Oberpfalz bereits vor zwei Jahren massive Ernteausfälle verzeichnen, weil die Kombination von ungünstiger Temperatur und Trockenheit dazu geführt hat, dass ihre Pflanzungen mit der Damaszener Rose nicht mehr den notwendigen Ertrag abwarfen.

Kommt dazu, dass die Familie inzwischen bereits in allerfrühster Stunde – also kurz nach 4 Uhr morgens – mit der Rosenblütenernste beginnen muss, weil die hohen Temperaturen Gift für die flüchtigen Inhaltsstoffe der Damaszener Rose sind.

Nordfriesland bleibt kühl – aber feucht

Anders sieht es im Norden bei Sven Jacobsen aus. Auch er leidet natürlich darunter, wenn Niederschlag und Temperaturentwicklung nicht dem entsprechen, was seine Rosen gerne hätten. Aber bei ihm auf Nordstrand stellt sich die Problematik ganz anders, als bei Bergler-Fischer in der Oberpfalz.

Hitze ist in Nordfriesland nicht das größte aller Probleme. Womit er zu kämpfen hat, sind die nassen, kalten Frühlinge. Diese Faktoren verschieben die Vegetationsperiode nach hinten, bzw. verkürzen sie in einer Art, welche zu einem mangelhaften Wachstum und einer Reduktion der Ernte führen können.

Ist auf Nordstrand Rosenernte in Gefahr? Eher nicht!

Die Temperaturen im Sommer sind hingegen weniger oder besser gar kein Problem. Die nahe Nordsee und der stete Wind, welcher vom Meer her kühle Luftmassen aufs Land treibt, sorgt dafür, dass die Hitze nicht überhandnimmt. Und Wasser hat es hinter den Deichen für die Rosen normalerweise mehr als genug. Vielleicht nicht ganz an der Oberfläche. Dort ist die Erde oft staubtrocken. Aber viele Rosensorten sind Tiefwurzler und holen sich aus der Tiefe, was sie für ihr Wachstum und Überleben brauchen.

Anders als Bergler-Fischer macht sich Sven Jacobsen kurzfristig also keine allzu großen Sorgen, dass seine Rosenernte in Gefahr sein könnte. Trotzdem sieht er der Entwicklung nicht völlig entspannt entgegen.

Wobei: Was heißt das bei einem Nordländer. Deren Ruhepuls ist bekanntlich etwas tiefer als jener im Süden Deutschlands. Und ändern kann er an der Situation sowie so nichts.

Es bleibt spannend und wir freuen uns!

Egal ob die Rosenernte in Gefahr ist oder ob sich alles zum Guten wendet. Für das laufende Jahr wird sich für die Liebhaber von Rosenblütenaufstrichen (vulgo: Rosen-Marmelade) kaum etwas ändern, sind die Tiefkühllager doch noch von den vorangegangenen Ernteperioden gut gefüllt.

Wir vom Rosen-Huus freuen uns auf jeden Fall bereits auf die Zeit, da wir durch die Felder streifen und Sven Jacobsen bei der Ernte seiner Rosenblüten unterstützen können.

 

Hintergrund zu „Rosenernte in Gefahr“

Das Klima hat einen großen Einfluss auf das Wachstum von Rosen. Die meisten Rosen bevorzugen ein mildes Klima mit ausreichend Feuchtigkeit und Sonnenlicht.

Zu hohe oder zu niedrige Temperaturen, extreme Trockenheit oder Überflutung können das Wachstum beeinträchtigen oder die Pflanze sogar zerstören. Ein zu heißes und trockenes Klima kann zu Blattverbrennung und Dürrestress führen, während ein zu kaltes und feuchtes Klima Schäden durch Pilzbefall und Wurzelfäule verursachen kann.

Es ist daher wichtig, die Bedürfnisse der jeweiligen Rosenart bei der Wahl des Standorts und der Bewässerung zu berücksichtigen.

Weitergehende Informationen

„Hat der Klimawandel Auswirkungen auf die Rosensaison? Rosen sind prinzipiell sehr hitzetolerant. Dennoch ziehen sie sich bei Trockenheit in eine Art Sommerruhe zurück. Am Blühen hält man selbst blühfreudigste Sorten dann nur durch ständiges Wässern, etwa eine automatische Bewässerung (Tröpfchenbewässerung).

Viel Sonnenschein sagt Rosen grundsätzlich zu und fördert die Blüte. Alte Sorten weisen allerdings meist sehr weiche Blütenblätter auf, die in einer aggressiven Hitze …“ URL: https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/ziergaerten/wann-bluehen-rosen-42907